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Aus grau soll grün werden - Heinrich Benjes an der Burgsitzschule PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: S. Dörfel   
Freitag, den 11. März 2011 um 00:00 Uhr

H. Benjes im Gespäch mit Herrn Hoppach


Die Burgsitzschule in Spangenberg plant eine Umgestaltung des Schulhofs und konnte Heinrich Benjes als Referenten gewinnen. Heinrich Benjes ist bekannt als Gründer der Holunderschule, eines Arbeitskreises, der seither in Deutschland, Belgien und Luxemburg über neunhundert Schulhöfe und Spielplätze nach dem Modell der Holunderschule umgestaltet hat.

Am 01.03.2011 hielt Herr Heinrich Benjes in der Mensa der Burgsitzschule einen mitreißenden und lebendigen Diavortrag zur lebensfrohen und kinderfreundlichen Gestaltung von Schulhöfen, Spielplätzen und Kindergärten.



Die Bilder von grauen, kantigen und platten Schulhöfen mit ihren rechteckigen Gebäuden im Hintergrund öffneten den Zuhörern die Augen und zeigten wie trostlos, öde, phantasielos und teilweise beängstigend diese asphaltierten Plätze wirken. Das Ziel der Umgestaltung des Schulhofs muss es daher sein, einen Platz zu schaffen, an dem sich alle Schüler wohl fühlen.

Der Schulhof sollte sowohl abwechselungsreiche Bewegungs- und Spielmöglichkeiten als auch Ruhezonen bieten. Besonders die jüngeren Schüler möchten in den Pausen klettern, laufen, springen, kriechen, sich verbergen, ausruhen, träumen, beobachten, entdecken, sammeln, suchen, ihre Welt bebauen, gestalten und verändern. Dies alles ist wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und fördert Fähigkeiten und Fertigkeiten, Beweglichkeit, Kreativität, Selbstsicherheit und schafft dazu ein freundliches Verhalten in der Gruppe. Bei der Planung steht deshalb die Vielfältigkeit des Schulgeländes im Vordergrund. Der Vortrag machte deutlich, dass dies schon mit einfachsten Mitteln möglich ist, denn im Konzept der Holunderschule wird diese Vielfältigkeit durch Bepflanzung mit Büschen, Hecken, Bäumen, Wildkräutern und Gräsern sowie der Gestaltung von Hügeln und Gräben erreicht. Die Bepflanzung und Gestaltung sollen dem Gelände Bewegung und Lebendigkeit geben, Räume schaffen - Schleichwege, Nischen und Höhlen ermöglichen.

 

 

Insgesamt war das Interesse groß und die Mensa gut gefüllt. Zu dem Vortrag kamen Lehrer, Herr Hoppach (Schulverwalter der Burgsitzschule), Reinigungskräfte und Mitarbeiter aus dem Sekretariat der Burgsitzschule, Eltern, Mitarbeiter der Kindergärten aus Spangenberg, Malsfeld und Sippershausen, Vertreter der Gemeinde Knüllwald und Herr Töpfer vom Bauamt Spangenberg.

 

Durch den Vortrag haben die Zuhörer einen ersten und bestimmt nachhaltigen Eindruck bekommen, wie das Gelände der Burgsitzschule in Zukunft aussehen könnte. Das Ziel des Vortrags war es, Möglichkeiten aufzuzeigen und das Interesse für die Umgestaltung des Schulhofs möglichst vieler Beteiligter zu wecken, denn Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne ist die Einbeziehung und Beteiligung möglichst vieler Personen aus Schülern, Lehrerkollegium, Eltern und Institutionen.

Katja Pflüger

 

Die HNA berichtete in ihrer Ausgabe vom 09.03.2011 von dieser Veranstaltung an der Burgsitzschule.