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Polenaustausch 2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 22. Juni 2009 um 21:23 Uhr

Erstaunt schaut sich eine Gruppe von polnischen Austauschschülern um, als die Regiotram aus Richtung Melsungen den Kasseler Hauptbahnhof verlässt. So etwas haben sie noch nie gesehen – ein Zug, der auf Straßenbahnschienen fährt! Einige von ihnen sind überhaupt noch nie Zug gefahren – in Polen ist schließlich vieles anders, auch die Sache mit dem Zugfahren.

Die meisten Leute, die sich ein Auto leisten können, wollen das zeigen und nutzen andere Verkehrsmittel kaum. Fahrradfahren gilt gar als Zeichen für Armut, erklärt mein Austauschpartner mir. 

Noch viele andere interessante Dinge erfuhren 18 Schüler der siebten bis zehnten Klassen der Burgsitzschule über Polen, als vom 24.05. bis zum 29.05.09 Schüler aus der Partnerstadt Spangenbergs – Pleszew – zu Besuch waren. Genau wie die polnischen Austauschschüler natürlich auch eine Menge über Deutschland lernten – von der Tatsache, dass man hier eine Person mehrmals am Tag grüßt, wenn man ihr mehrmals wieder begegnet – in Polen sagt man sich nämlich nur einmal 'Hallo', oder eher 'Czesc', wie das polnische Wort dafür lautet, wenn man die Person nochmal trifft, dann grüßt man nicht noch einmal – bis zu dem Umstand, dass es hier nicht wie in Pleszew kleine Einkaufsläden an jeder Ecke gibt, sondern große Supermärkte. Aber ansonsten sind alle Gerüchte, dass Polen in Sachen Moderne hinterherhinkt, Vorurteile. Das merkten auch die deutschen Schüler, denn ihre polnischen Gäste waren allesamt ausgestattet mit den modernsten Handys sowie Kameras. 

Die polnischen Schüler sahen in der einen Woche eine Menge von Nordhessen – die Burgsitzschule, das Spangenberger Schloss, Kassel und der Edersee wurden besichtigt. Besonders begeistert waren viele der Polen vom Waveboardfahren – einer Sportart, die, seit die Burgsitzschule im Besitz von diesen skateboardähnlichen Geräten ist, im Sportunterricht aller Klassen betätigt wurde und natürlich auch von den polnischen Gastschülern ausprobiert werden musste. 

Nach sechs erlebnisreichen Tagen mussten sich unsere Gäste verabschieden. Doch nächstes Jahr werden sich sicherlich viele der Schüler wiedersehen – diesmal in Pleszew.

Kerstin Bott

 

 
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