Tage der Gemeinschaft? Anti-Mobbing-Woche? Streitschlichter? GUD?

Was ist das und was soll das?

Ein kurzer Rückblick

Im Herbst 2012 hat das Kollegium der Burgsitzschule beschlossen, die Förderung einer demokratischen Schulkultur zu einem Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Burgsitzschule zu machen.

Vom März 2013 bis zum Juli 2014 haben sich eine Reihe Lehrerinnen und Lehrer, die SV und auch Eltern in verschiedenen schulinternen Fortbildungen, Workshops und Informationsveranstaltungen informieren, beraten und fortbilden lassen, um sich dann gemeinsam auf den Weg zu machen.

Seit Juli 2014 arbeitet das DemokraTeam an der Entwicklung eines Gesamtkonzeptes zur Demokratie-Bildung und führt verschiedene Bausteine in das Jahresprogramm der einzelnen Klassen ein. Zur Zeit arbeiten 4 Lehrer/innen (Frau Valach-Fülster, Herr Hofmann-Thomschewski, Herr Mettelem, Herr Momberg), 3 Sozialpädagog/innen (Frau Martin-Graap, Herr Brunßen, Herr Meier), die Elternvertreterin Frau Meyer-Stahl und die SV im DemokraTeam mit.

Unser Ziel

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen in einem gewaltfreien Raum, der durch Toleranz und gegenseitigen Respekt geprägt ist.

Unsere Schülerinnen und Schüler partizipieren aktiv an Entscheidungsprozessen in der Schule.

Warum ist uns dies so wichtig? Auch wenn durch die einzelnen Projekttage immer mal Fachunterricht ausfällt, so erscheint uns die Arbeit an und für diese beiden Kernziele nicht nur notwendig, sondern unabdingbar. Schule ist schließlich nicht nur „Lernanstalt“ zur reinen Wissensvermittlung, sondern heute zunehmend für Fragen von Erziehung und sozialem Lernen gefordert.

Schon seit einigen Jahren wird in der Öffentlichkeit ein Rückgang von Werten wie Respekt und Toleranz im Umgang miteinander beklagt. Dies nehmen wir auch in der Schule wahr. Und daher ist es unser Ziel, aktiv darauf einzuwirken, dass unsere Schule eine Schule ist, in der jeder sich wohlfühlen kann, als Mensch ernst genommen fühlt und alle anderen ebenfalls ernst nimmt und respektvoll behandelt.

Hierzu gehört auch die aktive Teilnahme unserer Schülerinnen und Schüler am Schul-

leben. Gerade in einer Zeit, in der immer wieder von Politikmüdigkeit und Parteiver-drossenheit der Gesellschaft gesprochen wird, ist es umso wichtiger, dass unsere Jugend-lichen lernen, sich für Ihre Interessen und Rechte demokratisch einzusetzen und Verant-wortung zu übernehmen. Und das heißt, dass sie auch an den Entscheidungsprozessen unserer Schule aktiv mitwirken.

All dies verstehen wir unter Gewaltprävention und Demokratie-Lernen.

 

Die bisher eingeführten Bausteine

Klassenrat:

Schon in der Grundstufe lernen unsere Schülerinnen und Schüler, gleichberechtigt über Angelegenheiten der Klasse zu sprechen und zu entscheiden.

Interaktionsspiele:

Gerade in der Grundstufe wird soziales Lernen bzw. Demokratie-Lernen durch Interaktionsspiele gefördert.

Schülermediatoren:

Schon in der Grundstufe lernen die Schülerinnen und Schüler ihre  Konflikte sogenannten Streitschlichtern oder Schülermediatoren anzuvertrauen. Diese sind speziell ausgebildet und helfen Konflikte selbständig und miteinander zu lösen.

Tage der Gemeinschaft: 

In den Jahrgängen 5 und 6 sind die TdG „Inseln“ außerhalb des Lernortes Schule, an denen die Klassen ganz gezielt für die Bildung einer Klassengemeinschaft, ein besseres Miteinander und die gewaltfreie Lösung von Konflikten unterstützt werden. Sie führen die ehemaligen „Klimatage“ aus Jahrgang 5 fort.

Anti-Mobbing-Woche:

Insbesondere bei der Nutzung von Handy und Smartphone hat die Gefahr des gegenseitigen Mobbens rapide zugenommen. Dem wollen wir in unserer Anti-Mobbing-Woche gezielt entgegenwirken, wobei auch das Problem Cyber-Mobbing zur Sprache kommt.

No-Blame-Approach:

Für konkrete Fälle von Mobbing oder auch nur erkennbare Anzeichen von Mobbing gehen wir nach dem „No-Blame-Approach“ vor. Dieser setzt den Schwerpunkt nicht auf eine direkte Schuldzuweisung, die immer mit Konflikten verbunden ist, sondern auf eine gemeinschaftliche Lösung eines Konfliktes, zu der immer eine Unterstützergruppe aus Schülern der betroffenen Klasse beiträgt. Wichtig hierbei ist aber, dass Mobbing-Opfer sich uns anvertrauen. Genauso ist jeder Schüler, der Fälle von Mobbing in der Schule beobachtet, aufgefordert, die Schule zu informieren. Und natürlich muss klar sein, dass wir kein Mobbing in der Schule dulden.

Diese Bausteine sind in ein Gesamtkonzept eingebettet, das sowohl einen gemeinsamen Rahmen für alle Klassen der BSS darstellt und gleichzeitig für jede Jahrgangsstufe besondere Phasen und Entwicklungsschritte hin zum demokratischen Lernen vorsieht.

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